Gustave Caillebotte.
Ein Impressionist und die Fotografie

Gustave Caillebotte zählt mit seinen Darstellungen des neuen Paris, Landschaften, Stillleben, Porträts und Interieurs zu den herausragenden Künstlern des französischen Impressionismus. In Perspektivwahl und Bildkomposition nimmt er auf avantgardistische Weise fotografische Bildformen des 20. Jahrhunderts vorweg.
Das Oeuvre von Caillebotte (1848-1894) eröffnet neue Sichtweisen auf die Malerei des französischen Impressionismus: Radikale, modern und fotogra sch anmutende Gestaltungen entwickeln sich zu einem neuen Sehen und nehmen in Dynamik und Abstraktion einen fotografischen Blick vorweg, der sich erst später in diesem Medium herausbildet. Ausgewählte Fotografen, von André Kertész, Wols und László Moholy-Nagy und anderen, weisen eine besondere Nähe zu Caillebottes Werk auf. Die Fotografen Édouard Baldus, Charles Marville und Eugène Atget dokumentieren das Bild der „Hauptstadt des 19. Jahrhunderts“, der sich auch der Impressionist widmet. In der Zusammenschau von Malerei und Fotografie manifestiert sich so Caillebottes Vorreiterrolle.

Hirmer Verlag  2012), 247Seiten
EUR 39,90
ISBN 978-3777454115