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Sylvia Kling

Die Dresdner Schriftstellerin Sylvia Kling, geb. 1967, fasziniert das geschriebene Wort seit ihren frühen Jugendjahren. Ihre Worte gehen nicht nur unter die Haut, sondern mitten ins Herz. Mit diesem versteht es die Autorin auch zu schreiben: unaffektiert und menschlich, der Liebe, Heimat und Natur verbunden. Als bekennende Humanistin und Pazifistin ist sie den Idealen der Menschlichkeit auch in ihren Arbeiten verpflichtet. Primär ist sie engagiert bei der bundesweiten Aktion «Gegen das Vergessen», wo sie sich gegen gesellschaftliche Strömungen richtet, die das Erstarken des Rechtspopulismus begünstigen, indem sie sich, auch in ihren Arbeiten, der Verarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheit in Deutschland stellt. In Lesungen eroberte die Autorin im Sturm die Herzen und Seelen ihrer Zuhörer auch außerhalb ihrer Heimat Sachsen.

DKJ:  Frau Kling, Sie sind aus Sachsen, der Heimat so bedeutender Künstler wie Johan-Sebastian Bach, Johann Gottlieb Fichte, Gotthold Ephraim Lessing und Erich Kästner, um nur einige zu nennen.
SK:  Ich wurde wurde in 1967 Radeberg bei Dresden geboren und lebe heute in Meißen.
DKJ: Sie sind mittlerweile eine anerkannte Lyrikerin und auch erfolgreiche Autorin, wie Ihr letzter Roman „Ab 40 wird’s eng!“ zeigt. Wie kam es dazu?
SK:  Ich habe drei Kinder und lebte 40 Jahre lang in Dresden. Ausgebildet im Verwaltungsrecht, musste ich 2009 meine langjährige Tätigkeit nach schwerer Krankheit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Seit 1979 schreibe ich bereits Gedichte, seit 2008 auch Erzählungen, Kurzgeschichten, Parabeln, Fabeln sowie deutsche Liedtexte.
DKJ:  Sie scheiben auch Aphorismen?
SK:  Ja, den Aphorismen gehört meine besondere Aufmerksamkeit. Viele meiner Aphorismen findet man bei  https://aphoristiker-archiv.de/K6717.html.
DKJ: Sie sind mit Ihren Liedern auch als Sängerin aufgetreten?
SK:  In meiner Jugend erhielt ich Gesangsunterricht am Operettentheater Dresden und fand dann Gefallen an Theater und Kabarett. In meinen poetisch-musikalischen Lesungen kann man mich heute nicht nur als Autorin und Lyrikerin, sondern auch als Sängerin und Entertainerin erleben.
DKJ: Sie thematisieren alle Phasen des Lebens, auch Armut,  Krankheit und den Tod.
SK: Als bekennende Humanistin verfasse ich auch gesellschaftskritische Texte und zeige tabulos auf soziale Missstände. Dazu gehören neben der Liebe eben auch die genannten Themen. Ich engagiere mich als Autorin aktiv im von mir mitinitiierten gesamtdeutschen Projekt «Gegen das Vergessen», welches an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnern soll.
DKJ: In Ihrem neuen Buch „Ab 40 wird’s eng!“ befassen Sie sich humorvoll mit dem älter werden.
SK:   Der Beginn vom schaurigen Ende der Spätpubertät ist das Zerschellen der weiblichen Sehnsüchte und Träume an den Beziehungen, der Mutterschaft, den Idealen von Schönheit und gesellschaftlichen Zwängen. Überdrüssig, sich die Alltäglichkeiten als Erlebnis unter die Haut zu schieben, beginnt die Protagonistin mit der Suche nach dem Bleibenden: außerhalb und innerhalb ihrer selbst.